Duftfetischisten, die Schlagzeilen machten

Es ist einigen Quellen nach überliefert, dass der große französische Feldherr und Kaiser Napoleon einmal zu seiner Frau Josephine gesagt haben soll “Ich komme bald nach Hause, wasche dich nicht“. Das deutet klar darauf hin, dass der berühmte Korse die natürlichen Körpergerüche attraktiver Menschen als erregenden erotischen Reiz erachtete und damit der sogenannten Bromidrophilie frönte. Und damit steht er nicht alleine da, wie die folgenden Fälle aus der Vergangenheit belegen.

Ein besonders eindringlicher Fall wurde im 19. Jahrhundert in einem bäuerlichen europäischen Landstrich dokumentiert und dabei handelte es sich um den intensiven Trieb eines Mannes im Rentenalter, der dermaßen in Frauendüfte vernarrt war, dass es ihn vornehmlich zu den Arbeiterinnen auf dem Feld zog. Dort redete er so lange auf die Damen ein, bis diese es ihm erlaubten, dass er mit der Hand in ihre Achselhöhle fährt.

Herbe Landluft mal ganz anders

Dann ging er zufrieden davon und schnüffelte den ganzen Nachhauseweg über an seiner Handinnenfläche. Er fand den Geruch einfach äußerst erfrischend und, wie er selbst erklärte, würde er grandiose Entfernungen zurücklegen, um an den Geruch heranzukommen. Laut Angaben des betagten Herren bevorzugte er jüngere Frauen, die besonders stark rochen und die Vorliebe dafür stammte aus Zeiten, an die er sich damals nur noch dunkel erinnern konnte.

Niemand weiß, was aus diesem wunderlichen Rentner wurde, aber ein halbes Jahrhundert später, diesmal in Argentinien der Zwischenkriegszeit, wurde ein Fall aufgezeichnet, der in Buenos Aires Schlagzeilen machte. Der Sohn eines Bäckereimagnaten hatte ein sehr starken Drang, an den Hinterteilen von Frauen zu riechen, dass dies für ihn mit der Zeit zum Problem wurde. Mehrmals am Tag stellte er Damen nach, die in Doppeldeckerbussen in der Hauptstadt unterwegs waren.

Dufte Typen trifft man im Bus

Sah er eine Frau, die ihn anturnte, verfolgte er sie bis zur Wendeltreppe, die zum oberen Teil des Busses führte und steckte im passenden Moment sein Gesicht in ihren Hintern, um daran zu riechen. Nach einer solchen Erfahrung würde er in der Menge verschwinden, nur um dieselbe Sache ungefähr dreimal am selben Nachmittag zu wiederholen. In der Regel würde der Zwang so groß werden, dass er trotz Gefahr erneut dem Drang nachgeben musste.

Ein Höschenfetisch besteht darin, an den sexy benutzten Unterteilen von Frauen zu schnüffeln. Vorausgesetzt natürlich, sie hat nichts dagegen und/oder die getragene Unterwäsche wird zum gegebenen Zeitpunkt nicht am Körper getragen. Aber früher oder später wird für einige Höschenfetischisten eine ungebremste Angewohnheit daraus. Zugegeben, das ist die Ausnahme, aber den privaten Odeur von unbekannten Fremden tief einzuatmen, während sie diese Unterhosen tragen und nicht in die Sache eingewilligt haben, kann zum Problem werden.

Sommerzeit ist Schnüfflerzeit

Dies widerfuhr einem Studenten aus Heidelberg in den 1970ern und er wurde lokal dafür berühmt. Er beschäftigte sich ungefähr alle fünf Tage mit diesen bromidrophilen Handlungen. Bei einem skandalösen Vorfall handelte es sich jedoch um ein Paar hübscher Hinterbacken, die einer Frau gehörten, die klug genug oder beleidigt genug war, um zu erkennen, dass der Mann sich tatsächlich nicht unschuldig neben sie gekniet hatte, um seine Sportsocken hochzuziehen. Die Dame trug einen sommerlichen Rock und erkannte, dass der Student sich daran zu Schaffen gemacht hatte, um eine Brise aus ihrer Intimgegend zu erhaschen. Die Frau handelte resolut und versetzte dem Duftenthusiasten eine schallende Ohrfeige. Die Lokalpresse zog den jungen Mann daraufhin nach Strich und Faden durch den Kakao.

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