Wer soll an deinem Duft verdienen, du oder die Industrie?

Wahrscheinlich aufgrund der traditionellen Erziehung wurde Frauen irgendwann das Gefühl vermittelt, dass ihr intimer Geruch problematisch sein könnte. Wenn man eine tägliche Hygieneroutine aufrecht erhält, ist dem in der Regel aber mitnichten so. Dennoch, der weibliche Duft ist schon längst zu einem Geschäft geworden. Und du kannst entscheiden, ob andere daran profitieren, oder ob du das selber tust.

Irgendwann haben nämlich auch die Industrie und die Werbewirtschaft damit angefangen, sich die weibliche Unsicherheit in Bezug auf den Vaginaduft zunutze zu machen. Angeblich wäre dieser von sich aus nicht so prickelnd und ausreichend, um damit als Frau zufrieden zu sein und sich wohlzufühlen. Die Mär ist, man müsse ihn zähmen, bekämpfen und mit allerlei Mittelchen und Deos zu Leibe rücken. Dazu soll man dann in Apotheken Sprays und Intimseifen kaufen und so weiter. Die Wahrheit ist jedoch, dass das komplett überflüssig ist.

Der natürliche Duft von Vaginen rangiert zwischen einem charakteristischen Moshusaroma und einem typisch organischem und leicht säuerlichen Geruch. Jede Frau hat allerdings ihre eigene unverkennbare Note und Sexualpartner von Frauen in ihrer überwiegenden Mehrheit finden, dass Vaginen sehr anziehend riechen und sexuell erregend sind. Es ist daher wichtig, dass jede Frau ihren eigenen, unverfälschten Geruch kennenlernt und mit ihm zufrieden sein kann, denn nur so wird sie sich damit wohlfühlen und unbeschwert durch die Welt und die Sexualität gehen. Von zentraler Bedeutung ist auch, dass Frau in der Lage ist, etwa Erkrankungen und Infektionen am eigenen Duft zu erkennen.

Auf den Duft der Vagina kann unterdessen eine Reihe von Dingen Einfluss nehmen. Zum Beispiel wenn man Alkohol trinkt oder raucht. Eine gute Ernährung ist wichtig, aber wenn man es mit Knoblauch, Gewürzen und Fleisch übertreibt bleibt das nicht ohne Folgen für einen frischen, natürlichen Vaginaduft. Manche Menschen sagen, dass das Sekret nicht so süßlich duftet, wenn die Diät nicht stimmt. Auch Drogenkonsum und Medikamente können den Vaginaduft verändern, wobei die Antibabypille den Geruch nach Ansicht vieler Nutzerinnen eher intensiviert.

Der Duft ändert sich auch während des Zyklus und er ist erfahrungsgemäß mit am angenehmsten zwischen dem Eisprung oder in der Mitte des monatlichen Vorgangs. Man merkt auch, dass der Geruch sich ändert, nachdem Frau Sex mit einem Mann hatte, da jeder Vertreter des männlichen Geschlechts einen eigenen Geruch mitbringt. Dieser Geruch unterscheidet sich zudem auch von Partner zu Partner. Sehr viele Damen bemerken auch, dass der Duft, den man bemerkt, wenn man den Slip auszieht, nicht von der Vagina, sondern von den Schamhaaren herrührt. Der Venushügel und die großen Schamlippen sind ja von diversen Drüsen übersät, die jenen speziellen Geruch erzeugen.

Die obere Hautschicht, die Härchen und die Kleidung halten die Umgebung warm und feucht und diese Umgebung ist perfekt für viele natürliche Bakterien, die wir alle auf unserer Haut und auf unseren Genitalien haben. Wenn es davon aber zu viele gibt, dann kann der Geruch etwas irritierend sein. Wenn Frau Panties oder Strumpfhosen trägt, kann dies nicht ganz unproblematisch sein, denn wer nicht auf Strumpfhosen verzichten will, sollte darunter im Alltag auf jeden Fall Baumwollunterwäsche tragen. Stress ist ebenfalls ein Faktor, den Frau auf dem Schirm haben sollte, denn dieser führt zu erhöhter Schweißbildung und man muss stärker auf die Hygiene achten.

Man sollte jeden Tag die Genitalien gründlich waschen und die Vaginaumgebung möglichst trocken halten. Wenn dich dein Geruch stört, solltest du feuchte Tücher dabei haben und bei jedem Gang zur Toilette einfach mal drüber wischen. Um eine Irritation zu vermeiden, sind Tücher ohne Alkohol hierbei die erste Wahl.

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